Rezensionen Thriller

Der Spiegelmann von Lars Kepler

Guter Thriller mit Schwächen

Eckdaten:
Format: gebundenes Buch
Seitenzahl : 627
Erscheinungsdatum: 27.11.2020
Verlag: Lübbe
ISBN: 978-3-7857-2704-1

Rezensionsexemplar

Darum geht es:

Eine Schülerin verschwindet auf dem Heimweg spurlos. Jahre später wird sie auf einem Spielplatz mitten in Stockholm ermordet aufgefunden. Das Mädchen hängt an einem Klettergerüst. Wer tut so etwas? Kommissar Joona Linna ist von der Kaltblütigkeit des Täters alarmiert. Ein ungewöhnlicher Mord, eine Hinrichtung. Eine Machtdemonstration. 
Das Mädchen ist wahrscheinlich nicht das einzige Opfer. Als es gelingt, einen Mann aufzuspüren, der den Mord gesehen haben muss, ist der Zeuge nicht in der Lage, darüber zu sprechen. So traumatisch sind offenbar seine Erinnerungen. Jonna Linna bittet Erik Maria Bark, den Hypnotiseur, um Hilfe … 

Meinung:

Die Bücher von Lars Kepler stehen schon länger auf meiner Wunschliste und mit „Der Spiegelmann“ habe ich mich nun endlich an das Autorenduo ran getraut. Es ist der achte Teil der Joona Linna-Reihe. Alle Bände können allerdings unabhängig voneinander gelesen werden. Somit hatte ich auch keine Schwierigkeiten, obwohl ich vorher kein Buch der Reihe gelesen habe.
Der Schreibstil von den Autoren ist sehr angenehm und flüssig zu lesen. Es war meistens Spannung gegeben, sodass ich die knappen 630 Seiten schnell gelesen hatte. Jedoch kam es ab und an zu einigen Längen. Mich hat es nicht weiter gestört, da ich, auf Grund der Seitenanzahl, schon damit gerechnet hatte. Dennoch hätte man für mich einige Seiten streichen können.
Durch die detaillierte Beschreibung der Gewalt und der Handlungen hat die Spannung etwas gelitten und hier sind die langatmigen Stellen für mich entstanden. Bei diesen Abschnitten hätte man auch einiges weglassen können, da sich nicht wirklich relevant sind und nur zur Veranschaulichung gedient haben.
Die Ermittlerin sowie die Zusammenarbeit mit dem Hypnotiseur fand ich gelungen und abwechslungsreich. Es war mal etwas anderes und habe ich so in einem Thriller noch nicht gekannt.
Mir hat gut gefallen, dass es verschiedene Sichtweisen gab. So konnte man sich gut in einzelne Protagonisten hineinversetzen.
Es war interessant zu sehen, wie die drei Handlungsstränge zusammengeführt wurden.

Fazit:

Obwohl der Thriller einige Schwächen hatte, hat er mir in Summe gut gefallen. 
Mal sehen, ob ich die Reihe weiterverfolgen werde. 
Von mir gibt es 3,5 (aufgerundet auf 4) Sterne.

4 von 5 Sterne

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Quelle von Cover, Klappentext und „Eckdaten“: Verlag

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